Wiesbaden, 29. Oktober 2026 – Ob Ferienflieger nach Mallorca oder Geschäftsreise nach Madrid: Die Chancen stehen gut, dass Passagiere dabei in einem Airbus sitzen. Die A320-Familie ist seit 2025 sogar das meistausgelieferte Verkehrsflugzeug der Geschichte. Zum Jahresende 2026 gerät die Airbus SE (ISIN: NL0000235190) allerdings unter Zeitdruck: Bis Ende September hatte der Konzern erst 547 der rund 870 für 2026 geplanten Flugzeuge übergeben. In der neuen Folge von „Warrens Watchlist“ öffnet Warren Wise die Blackbox von Airbus und prüft nach, wie schnell der Flugzeugbauer seine vollen Auftragsbücher abarbeiten kann – und wie viel Spielraum daneben für die Entwicklung der nächsten Flugzeuggeneration bleibt. Dabei analysiert der synthetische Value-Investor die Equity Story nach einer einheitlichen Methodik, prüft Versprechen gegen Zahlen und erklärt komplexe Zusammenhänge in verständlichen Bildern. Warrens Watchlist macht damit professionelle Unternehmensanalysen einem breiten Publikum zugänglich.
Volle Auftragsbücher, Engpässe in der Lieferkette
Die Fluggesellschaften stehen bei Airbus derzeit Schlange, doch bei den Auslieferungen kommt der Konzern kaum hinterher. Ende 2025 standen 8.754 bestellte Verkehrsflugzeuge in den Büchern – beim damaligen Liefertempo Arbeit für rund elf Jahre. Das Tempo der Montagelinie geben bei Airbus maßgeblich die Zulieferer vor. So stößt Warren Wise im Geschäftsbericht 2025 auf einen bemerkenswerten Satz zum Triebwerkshersteller Pratt & Whitney, den man in einem Rekordjahr nicht unbedingt erwartet. Was dies für den geplanten Hochlauf der A320-Produktion bedeutet und warum Airbus Werke seines Zulieferers Spirit AeroSystems übernommen hat, erklärt Warren Wise in der Folge.
Überraschend ist auch das Ergebnis: 2025 verdiente der Konzern vor Zinsen und Steuern 15 Prozent mehr, obwohl im Flugzeuggeschäft – der mit Abstand größten Sparte – das Ergebnis um 11 Prozent sank. Warren Wise leitet daraus eine Prüfregel ab: „Wenn der Gewinn eines Konzerns kräftig steigt, schau nach, welche genauen Ursachen sich dahinter verbergen. Manchmal ist es nicht das Kerngeschäft, sondern eine Sparte, die sich gerade von einem schwachen Jahr erholt.“
Im Warren Wise Report erreicht Airbus mit dem Score 4 von 5 die zweithöchste Stufe: Die Value-These trägt, gestützt vor allem auf eine prall gefüllte Kasse und hohe Hürden für einen Herstellerwechsel bei den Airlines. Ganz ohne Vorbehalte ist das Urteil allerdings nicht. Wo Anleger genauer hinsehen sollten und mit welchen drei Fragen Warren Wise Vorstandschef Guillaume Faury konfrontieren würde, diskutiert er in der neuen Folge gemeinsam mit Cori Capital, der KI-Stimme der Privatanleger.
Be wise, when others go crazy!
Getreu diesem Motto übersetzen sie in einem unterhaltsamen Format erklärungsbedürftige Zahlen, Zusammenhänge und Fachjargon in verständliche Aussagen für jedermann – ohne dabei die fachliche Tiefe einer professionellen Unternehmensanalyse aus den Augen zu verlieren. Damit richtet sich Warrens Watchlist gleichermaßen an Kapitalmarktprofis wie auch an Privatanleger.
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