Wiesbaden, 28. August 2026 – Rüstungsunternehmen boomen und die Rheinmetall AG (ISIN: DE0007030009) bildet da keine Ausnahme: Rekordumsatz, Rekordgewinn und ein Auftragsbestand für viele Jahre. Trotzdem ist die Aktie zuletzt deutlich gefallen. In der neuesten Folge von „Warrens Watchlist“ geht Warren Wise genau diesem Widerspruch auf den Grund. Dabei analysiert der synthetische Value-Investor die Equity Story des Unternehmens nach einer einheitlichen Methodik, prüft die Versprechen gegen die präsentierten Zahlen und erklärt dabei komplexe Zusammenhänge in verständlichen Bildern. Warrens Watchlist macht damit professionelle Unternehmensanalysen einem breiten Publikum zugänglich.
Rheinmetall AG: Warum bricht der Aktienkurs ein nach einem Rekordjahr voller Bestwerte?
Rheinmetall meldet für 2025 einen Umsatzsprung von fast 29 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro, einen Gewinnzuwachs von rund 32 Prozent und einen Auftragsbestand von über 80 Milliarden Euro – dem Achtfachen des Jahresumsatzes. Dennoch ist die Aktie seit Jahresbeginn deutlich gefallen. Oberflächlich lässt sich der Kursrückgang mit einem stornierten Großprojekt erklären, durch das kurzfristig Geld ab- statt zufließt. Doch Warren Wise geht tiefer und stellt grundsätzliche Fragen. Denn für einen Value-Investor zählt nicht nur, was ein Unternehmen verdient, sondern auch, wie transparent es die Grundlage dafür einordnet.
Genau hier zeigt Rheinmetall zunächst seine große Stärke: den Burggraben. Nach dem Kaliber-Prinzip – dem Muster von Rasierer und Klinge – verkauft Rheinmetall das Waffensystem einmal, während die passende Munition über Jahrzehnte vom selben Anbieter geliefert wird. Die staatliche Zulassungshürde schützt dieses Geschäft zusätzlich vor neuen Wettbewerbern. Wie stark dieser Burggraben ist, zeigt der Blick auf die Zahlen: Das Segment Waffe und Munition erzielt eine operative Marge von fast 27 Prozent, die Kapitalrendite steigt von rund 26 auf über 33 Prozent, und der freie Cashflow liegt bei gut einer Milliarde Euro. Das sind Kennzahlen, die zunächst klar für die Qualität des Geschäfts sprechen.
Doch genau an diesem Punkt setzt Warren Wise den Hebel an: Wenn das Geschäft so stark ist, warum bleiben zentrale Fragen unbeantwortet? Ein Bereich, der Fragen aufwirft, ist die Risikoberichterstattung. Rheinmetall listet beispielsweise zwar sechzehn wesentliche Risiken auf, beziffert deren mögliche finanzielle Auswirkungen jedoch nicht. „Was nicht offengelegt ist, rechnen wir nicht wohlwollend hoch – wir werten es als Lücke“, so Warren Wise. Die fehlende Transparenz wird damit selbst zum Bewertungsfaktor – und erklärt, warum ein Rekordjahr allein nicht für die Bestnote reicht.
Rheinmetall erreicht 4 von 5 möglichen Punkten – grüner Bereich, stark, die Value-These trägt. Für die Bestnote braucht es jedoch mehr als Rekordergebnisse: Entscheidend ist, ob auch die offenen Fragen ausreichend beantwortet werden.
Be wise, when others go crazy!
Getreu diesem Motto diskutiert Warren Wise im Podcast gemeinsam mit Cori Capital, der KI-gestützten Stimme der Privatanleger, welche Informationen konkret bei Rheinmetall vermisst werden. Gemeinsam übersetzen sie in einem unterhaltsamen Format erklärungsbedürftige Zahlen, Zusammenhänge und Fachjargon in verständliche Aussagen für jedermann – ohne dabei die fachliche Tiefe einer professionellen Unternehmensanalyse aus den Augen zu verlieren. Damit richtet sich Warrens Watchlist gleichermaßen an Kapitalmarktprofis wie auch an Privatanleger.
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