Wiesbaden, 23. September 2026 – In einer neuen Folge des Podcasts „Warrens Watchlist“ analysiert Warren Wise das Energielevel der Siemens Energy AG (ISIN: DE000ENER6Y0), einem der größten Energietechnologie-Konzerne der Welt. Das Unternehmen hat bewegte Zeiten hinter sich: Im Jahr 2020 spaltete es sich vom Mutterkonzern Siemens ab, drei Jahre später stand es durch die Krise der Windkraft-Tochter Siemens Gamesa dann ziemlich nah am Abgrund. Der Staat musste mit Garantien einspringen. Schließlich gelang der Turnaround – auch dank des KI-Booms und steigender Stromnachfrage. Im Geschäftsjahr 2025 legte der Umsatz deutlich zu, das Unternehmen verfügte über mehr Cash, als es Schulden hatte und die erste Dividendenausschüttung seit vier Jahren folgte. Doch wie nachhaltig ist dieser Aufschwung – und was könnte ihn wieder bremsen? In seinem Podcast erläutert Warren Wise, welche Entwicklungen Anleger bei Siemens Energy im Blick behalten sollten. Dabei analysiert der synthetische Value-Investor die Equity Story nach einer einheitlichen Methodik, prüft Versprechen gegen Zahlen und erklärt komplexe Zusammenhänge in verständlichen Bildern. Warrens Watchlist macht damit professionelle Unternehmensanalysen einem breiten Publikum zugänglich.
Trotz vorläufigem Aufschwung noch Problemfelder sichtbar
Operativ ist die Wende bei Siemens Energy geglückt: Der Umsatz wuchs im vergangenen Jahr um dreizehn Prozent, die operative Marge sprang von einem auf über sechs Prozent, und der Gewinn aus dem laufenden Geschäft hat sich mehr als versechsfacht. Die Netztechnik hat stark zugelegt und auch das Gasturbinengeschäft brummte. Beim ausgewiesenen Nettogewinn von rund 1,7 Milliarden Euro lohnt sich dagegen ein zweiter Blick: Ein gutes Stück davon – knapp 500 Millionen Euro – stammt aus einem einmaligen Buchgewinn aus einer Abspaltung in Indien. „Ein Ergebnis, das zu einem wesentlichen Teil aus einem solchen Bucheffekt gespeist wird, sollte man nicht einfach für das kommende Jahr hochrechnen“, bringt es Warren Wise auf den Punkt.
In einem Teil des Konzerns läuft es jedoch immer noch nicht rund: Siemens Gamesa verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Marge von rund -16 Prozent. Die Konzerntochter, die 2023 die Krise ausgelöst hatte, muss also weiterhin auf einen stabilen Profitabilitätskurs zurückfinden. Immerhin geben die jüngsten Zahlen Anlass zur Zuversicht: Im dritten Quartal 2026 schrieb das Windgeschäft erstmals seit 2022 wieder schwarze Zahlen. Ein anderer Punkt unter Beobachtung sind die Forschungsausgaben. Auf Konzernebene lagen diese 2025 mit rund einer Milliarde Euro nahezu auf demselben Niveau wie im Vorjahr, obwohl der Umsatz deutlich zulegte – aus Sicht von Warren Wise ein Widerspruch zu den eigenen Ambitionen bei Wasserstoff-Turbinen und Netztechnik. Auch die Risikoberichterstattung liefert nur ein lückenhaftes Bild: Keines der zehn Top-Risiken ist in seiner finanziellen Tragweite in Euro beziffert, und eine umgestellte Methodik erschwert zusätzlich den Vergleich zum Vorjahr. Positiv fällt dagegen die inzwischen solide Bilanz auf: mehr liquide Mittel als Schulden, ein Auftragsbestand auf Rekordniveau von 138 Milliarden Euro und eine Book-to-Bill-Ratio von 1,5. Im Warren Wise Report erhält das Unternehmen unter dem Strich den Score 4 von 5. Das steht für eine in weiten Teilen überzeugende Equity Story, bei der dennoch einige Entwicklungen weiter beobachtet werden sollten.
Was hat zuletzt zum Aufschwung von Siemens Energy beigetragen – und was könnte ihn künftig bremsen? Und an welchen Stellschrauben muss das Unternehmen drehen, damit aus der 4 letztlich eine 5 wird? Diese und weitere Fragen diskutiert Warren Wise in der neuen Folge gemeinsam mit Cori Capital, der KI-gestützten Stimme der Privatanleger.
Be wise, when others go crazy!
Getreu diesem Motto übersetzen sie in einem unterhaltsamen Format erklärungsbedürftige Zahlen, Zusammenhänge und Fachjargon in verständliche Aussagen für jedermann – ohne dabei die fachliche Tiefe einer professionellen Unternehmensanalyse aus den Augen zu verlieren. Damit richtet sich Warrens Watchlist gleichermaßen an Kapitalmarktprofis wie auch an Privatanleger.
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